Juli 20182018-06-30T18:19:40+00:00

Juli 2018

Erst 1911 kam mit der «Stadt Biel» der erste Bielersee-Raddampfer zum Einsatz. Zuvor erreichten zeitweise Dampfschiffe vom Neuenburgersee aus die St. Petersinsel und kleine Schraubendampfer übernahmen den Lokalverkehr im Bielersee. Der Erfolg mit dem DS Stadt Biel ermuntert die Bielersee-Dampfschiffahrts-Gesellschaft zur Anschaffung eines grossen Raddampfers. Geprüft wird auch der Kauf eines Dieselmotorschiffes.

1912 beschliesst eine ausserordentliche Generalversammlung die Bestellung eines Halbsalondampfers bei Escher Wyss. Zusätzlich wird vom Lac Léman der Dampfer Guillaume Tell (III) erworben. Seine 1888 erbaute stehende oszillierende 2-Zylinder-Nassdampf-Verbundanlage mit einer Leistung von 250 PS dient dem Neubau als Antrieb. Da das Genfersee-Schiff gänzlich übernommen wurde, können weitere Teile für den Bau der «Berna» verwendet werden. Als Beraterin wird die Schifffahrtsgesellschaft vom Thunersee beigezogen, was sich auf die Bauart und das Erscheinungsbild des Schiffes auswirkt. Der Dampfer hat eine Länge über das Deck von 43,37 Meter und eine Breite über die Radkästen von 11,12 Meter. Die Tragfähigkeit reicht für 550 Fahrgäste. Die Arbeiten am Bielersee starten am 10. März 1913 unter der Escher Wyss Baunummer 585 und bereits am 10. Juni läuft das Schiff vom Stapel. Rechtzeitig zu einem regionalen Schützenfest wird die „Berna“ am 22. Juni 1913 feierlich in Betrieb genommen. Der Tiefgang des Schiffes ist geringer als geplant. Die Räder greifen nicht optimal. 1914 wird der Durchmesser der Schaufelräder bei Garantiearbeiten von Escher Wyss vergrössert.

Weil die «Berna» als Halbsalondampfer gebaut wurde, ist sie auf dem Bielersee gefangen. Sie kann den Kanal zum Neuenburgersee nicht selbständig befahren. Zu Unterhaltsarbeiten in der Werft in Neuenburg muss sie jeweils geschleppt werden. Für solche Fahrten sind Kamin, Steuerhaus und Mast zu demontieren.

1924 muss das Dach über dem hinteren Deck nach einem Sturmschaden ersetzt werden und 1930 wird ein neues Steuerhaus aufgebaut.

Nach einer Überprüfung der Stabilität im Jahre 1956 muss das Oberdeck gesperrt und die Tragkraft auf 500 Personen beschränkt werden.

In guten Jahren ist der Dampfer an etwa fünfzig Tagen in Fahrt und legt dabei rund 5’000 Kilometer zurück. Insgesamt fährt die «Berna» insgesamt weniger als 200’000 Kilometer.

1961 bringt eine Untersuchung den sehr schlechten Zustand des Schiffes zu Tage.

Am 25. Juni 1964 läuft der Dampfer Berna mit 300 Gästen zu seiner letzten abendlichen Fahrt aus. Im darauffolgenden Winter wird das Schiff im Hafen von Biel abgewrackt.

Juli 2018

Erst 1911 kam mit der «Stadt Biel» der erste Bielersee-Raddampfer zum Einsatz. Zuvor erreichten zeitweise Dampfschiffe vom Neuenburgersee aus die St. Petersinsel und kleine Schraubendampfer übernahmen den Lokalverkehr im Bielersee. Der Erfolg mit dem DS Stadt Biel ermuntert die Bielersee-Dampfschiffahrts-Gesellschaft zur Anschaffung eines grossen Raddampfers. Geprüft wird auch der Kauf eines Dieselmotorschiffes.

1912 beschliesst eine ausserordentliche Generalversammlung die Bestellung eines Halbsalondampfers bei Escher Wyss. Zusätzlich wird vom Lac Léman der Dampfer Guillaume Tell (III) erworben. Seine 1888 erbaute stehende oszillierende 2-Zylinder-Nassdampf-Verbundanlage mit einer Leistung von 250 PS dient dem Neubau als Antrieb. Da das Genfersee-Schiff gänzlich übernommen wurde, können weitere Teile für den Bau der «Berna» verwendet werden. Als Beraterin wird die Schifffahrtsgesellschaft vom Thunersee beigezogen, was sich auf die Bauart und das Erscheinungsbild des Schiffes auswirkt. Der Dampfer hat eine Länge über das Deck von 43,37 Meter und eine Breite über die Radkästen von 11,12 Meter. Die Tragfähigkeit reicht für 550 Fahrgäste. Die Arbeiten am Bielersee starten am 10. März 1913 unter der Escher Wyss Baunummer 585 und bereits am 10. Juni läuft das Schiff vom Stapel. Rechtzeitig zu einem regionalen Schützenfest wird die „Berna“ am 22. Juni 1913 feierlich in Betrieb genommen. Der Tiefgang des Schiffes ist geringer als geplant. Die Räder greifen nicht optimal. 1914 wird der Durchmesser der Schaufelräder bei Garantiearbeiten von Escher Wyss vergrössert.

Weil die «Berna» als Halbsalondampfer gebaut wurde, ist sie auf dem Bielersee gefangen. Sie kann den Kanal zum Neuenburgersee nicht selbständig befahren. Zu Unterhaltsarbeiten in der Werft in Neuenburg muss sie jeweils geschleppt werden. Für solche Fahrten sind Kamin, Steuerhaus und Mast zu demontieren.

1924 muss das Dach über dem hinteren Deck nach einem Sturmschaden ersetzt werden und 1930 wird ein neues Steuerhaus aufgebaut.

Nach einer Überprüfung der Stabilität im Jahre 1956 muss das Oberdeck gesperrt und die Tragkraft auf 500 Personen beschränkt werden.

In guten Jahren ist der Dampfer an etwa fünfzig Tagen in Fahrt und legt dabei rund 5’000 Kilometer zurück. Insgesamt fährt die «Berna» insgesamt weniger als 200’000 Kilometer.

1961 bringt eine Untersuchung den sehr schlechten Zustand des Schiffes zu Tage.

Am 25. Juni 1964 läuft der Dampfer Berna mit 300 Gästen zu seiner letzten abendlichen Fahrt aus. Im darauffolgenden Winter wird das Schiff im Hafen von Biel abgewrackt.