April 20182018-03-29T22:52:19+00:00

April 2018

Escher Wyss in Zürich erbaut 1863 den kleinen Schraubendampfer Brünig (I) für die Knörr’sche- und die Postdampfschiffgesellschaft. Die offizielle Inbetriebnahme findet am 12. Juni 1863. Der Kamin der neuen Einheit ist umklappbar, damit die Achereggbrücke bei Stansstad bei der Durchfahrt der «Brünig» (I) nicht geöffnet werden muss.

Am 24. September 1871 kurz vor 19 Uhr wird der Schraubendampfer auf der Fahrt nach Küssnacht zwischen Meggenhorn und dem Inselchen Altstad, 300 Fuss vom Ufer entfernt, vom entgegenkommenden und vorschriftswidrigem manövrierenden DS Schweiz gerammt. Die „Brünig“ sinkt innerhalb weniger Minuten und zieht zwei Menschen 74 Fuss in den Tod. Nach mühevollen Anstrengungen gelingt es, das Boot am 18. November 1871 zu heben und zur Reparatur in die Werft zu bringen. Nach umfangreichen Reparaturarbeiten wird der Dampfer, wie in solchen Fällen üblich, in «Schwan» umgetauft und am 10. Dezember 1872 wieder in Betrieb genommen.

1881 erhält die «Schwan» eine neue Maschine und einen neuen Kessel. 1908 wird der Dampfer ganzjährig an die Sprengstofffabrik in Isleten verpachtet, welche mit eigenem Personal die Lokalkurse Flüelen-Isleten-Bauen übernimmt. Bald zeigen sich Schwächen an Maschine und Kessel. Dies führt zum Entscheid, die «Schwan» in ein Motorschiff umzubauen. 1920 läuft das umgebaute Schiff zur Jungfernfahrt als Motorschiff aus. 1933 wird die «Schwan», welche in ihrer letzten Dienstzeit in Flüelen stationiert ist, ausser Dienst gestellt.

Das Bild zeigt das DS Schwan (im Bauzustand ca. 1919) vor Kastanienbaum.