November 2017 2017-10-17T10:56:15+00:00

November 2017

1869/1870 wird das Dampfschiff Hallwyl von den Gebr. Sulzer in Winterthur für die «Société Moratoise de Navigation» erbaut und in Nidau am Bielersee zusammengesetzt. Am 5. Juli 1870 fährt der Raddampfer erstmals nach Murten, seinem zukünftigen Heimathafen.

Nachdem 1888 die Sulzer-Zwillingsmaschine von Escher Wyss 1872 zu einer Nassdampf-Verbundmaschine umgebaut worden ist, erhält die «Hallwyl» 1900 einen neuen Kessel. Doch die Fahreigenschaften werden nicht besser.

1905 wird die «Hallwyl» erneut umgebaut: Sie wird um 3.6 Meter verlängert, es wird eine moderne Escher Wyss-Maschine eingebaut und die Schaufelräder ersetzt. Nach einer weiteren Revision (die aus finanziellen Gründen 19 Monate dauert) kann die «Hallwyl» endlich häufiger eingesetzt werden. Bis zum Anfang des Zweiten Weltkriegs legt der Dampfer am meisten Kilometer aller Schiffe der Neuenburgersee-Flotte zurück. 1943/1944 erhält die «Hallwyl» als letztes Personenschiff eine elektrische Beleuchtung (bisher Petrollampen).

1955, nach letzten Fahrleistungen im Frühling, wird das Dampfschiff Hallwyl ausser Dienst gestellt und durch das Motorschiff Ville-de-Môrat ersetzt.

Das Bild zeigt den Bauzustand der «Hallwyl» zwischen 1900 und 1905 in Sugiez.