Januar 2017 2017-12-31T17:35:06+00:00

Januar 2018

Zur Erweiterung ihrer Bodensee-Flotte bestellen die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) im Jahr 1903 ein Halbsalonschiff bei Escher Wyss in Zürich. Am 6. März 1905 nimmt der neue Raddampfer mit dem Namen St. Gallen den Betrieb auf. Die neue Einheit ist bereits das zweite Schiff mit dem Namen St. Gallen. Die erste «St. Gallen» läuft 1853 zu ihrer Jungfernfahrt aus und steht bis 1897 im Einsatz. Auch eine dritte «St. Gallen» gibt es: das heutige Flaggschiff der SBS ist seit 1967 im Einsatz (die Dampferzeitung berichtete darüber).

1931/1932 wird die «St. Gallen» (II) durch die Bodan-Werft in Kressbronn umgebaut: Auf dem Vordeck entsteht ein Erstklass-Salon, am Ort des Steuerhauses (dieses wird höher gelegt) wird ein kleiner Rauchsalon installiert. Der frühere Erstklass-Salon wird der zweiten Klasse zugeteilt, die bisherige Kabine der zweiten Klasse wird in Mannschafts- und Wirtschaftsräume aufgeteilt. Weil an der Schale keine seitlichen Schwimmwülste angebracht werden, muss die Tragkraft von ursprünglich 750 auf 600 Personen gesenkt werden (Stabilität). 1953 erhält das DS St. Gallen (II) eine Schweröl-Feuerung.

Nach einer totalen Fahrleistung von 894’494 Kilometern wird die «St. Gallen» (II) am 4. September 1960 ausrangiert. Der Abbruch des Schiffes beginnt bereits am nächsten Tag und ist bereits am 1. Oktober 1960 abgeschlossen.

Die nebenstehende Ansichtskarte zeigt die «St. Gallen» (II) im Winter 1928/1929 bei Eisgang im Hafen von Romanshorn.