DZ 186 2017-04-12T08:23:09+00:00

Die Ausgabe 186 ist Mitte September 2016 erschienen.

Das Dampfschiff Pilatus
Im ersten Teil dieses Aufsatzes haben wir die Chronik von der Inbetriebnahme des Raddampfers bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs beleuchtet. Die «Pilatus» ist ein grosser Wurf für die damalige Dampfschifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees (DGV) geworden: Dank wenig Kohlenverbrauch und guten Fahreigenschaften wird das Schiff bis anfangs der 1950er-Jahre häufig eingesetzt. Untenstehend zeigen wir die wechselvolle Geschichte von 1947 bis zum Ende auf. Auch persönliche Erinnerungen von Zeitzeugen kommen nicht zu kurz.

Zerstörung und Rettung
Zum Glück hat der damalige Schiffbaumeister Erich Heller der Schiffswerft in Dresden Laubegast während seiner Dienstzeit genügend fotografiert. Sein Kollege, der Maschinenbauer Emmerich Wenzel, hat einige Fotoalben von ihm bekommen und die ganzen letzten Jahre aufbewahrt. Nun gab er sie mir in mein Archiv. In diesen Alben dominieren die Ereignisse zur Zerstörung und zum Wiederaufbau der beiden Dampfschiffe Leipzig und Dresden während und nach dem 2. Weltkrieg. Wenn beide Raddampfer zum Kriegsende fahrtüchtig gewesen wären, hätte man sie sicher als Reparationsleistung an die UdSSR oder vielleicht auch an die damalige Tschechoslowakische Republik abgeben müssen.

Es lebe «De Majesteit»!
Was haben das Dampfschiff De Majesteit, ex Rüdesheim ex Rheinland und die Queen von England gemeinsam? Die rüstigen Damen sind 90 Jahre alt, arbeiten unermüdlich, geniessen hohe Popularität und erfreuen sich bester Gesundheit.

«Blümlisalp» – ein nicht ganz rundes Jubiläum
Hundertzehn Jahre sind seit den ersten Betriebstagen der «Blümlisalp» auf dem Thunersee vergangen und fünfzig Jahre seit dem Abschluss der letzten Hauptrevision vor dem langjährigen Stilllager, das vor 45 Jahren begann. Also kein Anlass, ein grosses Jubiläum zu feiern. Dennoch soll an dieser Stelle auf die Geschichte des Schiffes bis zur zeitweisen Ausserdienstsetzung des Schiffes im Jahr 1971 eingegangen werden.

50 Jahre MF Friedrichshafen
Als Ersatz für die klassischen, noch aus dem 19. Jahrhundert stammenden, Trajektkähne I und III, beschloss im Jahre 1965 die Kreisdirektion III der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) in Zürich den Bau eines modern konzeptionierten Eisenbahnfährschiffes. Die Abmessungen des Neubaus entsprachen exakt dem 1958 in Dienst gestellten, damaligen Mehrzweckfährschiff Romanshorn. Bei einer Länge von 55,5 Metern und einer Breite von 12,24 Meter konnten auf den Doppelgleisen acht bis zehn Eisenbahnwagen übergesetzt werden.

Neues Motorschiff für den Achensee
Mit der Inbetriebnahme des Motorschiffes Stadt Innsbruck im Jahr 2007 konnte die Achensee Schifffahrt in Tirol die gestiegenen Anforderungen im Chartergeschäft erfüllen, standen zudem noch das Flaggschiff Tirol und die «St. Benedikt» für den Linienverkehr (sowie als weitere Ersatzeinheiten die «Josef» und die «Tirol») zur Verfügung. Relativ bald zeichnete sich jedoch der Bedarf eines kapazitäts- und gastronomisch leistungsfähigen Schiffes, welches sowohl für Charterfahrten, als auch für den Ersatz der «St. Benedikt» eingesetzt werden soll, ab. Das neue Motorschiff Achensee schliesst die Flottenerneuerung auf dem Achensee ab.

100 Jahre «Gustav Prym»
Die «Gustav Prym» lief 1916, gebaut von der Hitzler-Werft in Hamburg, vom Stapel. Bestellt hat sie die Stadtwerke Konstanz als Ersatz für zwei Fahrgastboote, die nicht mehr zur Verfügung standen. 1983 landete das Schiff auf dem Schrottplatz, 1986 entdeckten es private Schiffsliebhaber und liessen es wiederaufleben. Die „Gustav Prym“ hatte zu Beginn einen 4-Zylinder Honomag-Lloyd Schiffsmotor, Typ IV B 26 und einen Zenith-Vergaser für Benzin, Benzol oder Spiritusbetrieb. Bei 1500 U/min. und 29 PS lief das Schiff ca. 13 km/h schnell.

Die letzte Reise der «Helvetia»
Nach 45 Betriebsjahren verabschiedete sich der Dampfer Helvetia 1932 aus dem aktiven Dienst bei der schweizerischen Bodenseeflotte in Romanshorn. Wenn auch nicht mehr sichtbar, blieb zumindest der ausgeweidete Rumpf dem Bodensee erhalten, denn er ruht seit dem 27. Oktober 1932 auf dem Grund des “Tiefen Schweb”, dem 200-Meter-Graben im Obersee. Sein offizieller Ersatz, das im Mai 1932 in Dienst gestellte Motorschiff Thurgau, befindet sich dagegen, wenn auch mehrfach modernisiert, noch heute in Betrieb.

Aktuell – Neues aus der Schifffahrt in Kürze
Unter dieser Rubrik veröffentlichen wir Kurzmeldungen über die Binnenschifffahrt auf Seen- und Flüssen im In- undAusland. Wir berichten von Neuigkeiten, wie Schiffsrevisionen, spezielle Schiffseinsätze, Fahrplanänderungen und Spezialitäten die in keinem vorstehenden Artikel erscheinen können.

Fundgrube – DS Bavaria (II)
In dieser Rubrik werden in Kurzform ältere Schiffe anhand von alten Aufnahmen vorgestellt. In dieser Ausgabe begegnen wir dem Raddampfer Bavaria (II) vom Bodensee.